stylebitch

you say i’m a bitch like it’s a bad thing …

Die 1-Milliarde-Chinesen-Lüge

Posted by stylebitch on June 19, 2007

Als die untergehende Sonne vor unserem Büroloft-Fenster mit ihren glutroten Rundungen schon fast das Brackwasser im Fleet berührte, erkannte ich plötzlich die Wahrheit: Es gibt sie nicht, die 1 Milliarde emsiger Chinesen, denen die Zukunft, wenn nicht gar das Universum gehört. What the f*ck, werdet ihr jetzt sagen, fellow bitchlings. Nein, ich bin noch nicht “two fries short of a Happy Meal“, um den berühmten Ökotrophologen Ronald McD. zu zitieren. Ich habe nur mal zwischen den Zeilen gedacht, between the ‘lines’ *sniiiifffffaaahh* Hat denn jemand die angeblich neben dem zerfallenden Staatensalat des Iwan 1 000 000 000 fleissig Rolex-Uhren auf den Farbkopierer legenden Chinesen schon einmal gleichzeitig an einem Ort gesehen? Alle zusammen auf einem Gruppenfoto? Wie die Jacksons beispielsweise? Wobei natürlich LaToya und Wacko Jacko ein und dieselbe Person sind, das ist ja so klar wie, dass Princess Di noch lebt und in Husum gepuhlte Nordseekrabben an Touris vertickt.

Doch ich schweife ab. Die Chinesen. Nach längerem Grübeln – nicht nachmachen, vertieft die Glabella-Falten – kam ich auf die Gründe für diese weltweite Fehlinformation. In Wahrheit leben in China außer Pandabären, Süßsauer-Enten und putzigen Wantans bloß die drei verwaisten Brüder Li, Lu und Lo. Sie betreiben Glückskeksplantagen und foppen den Westen. Wenn in ihrem Weltempfänger mal wieder von der Bedrohung durch die aufstrebende Wirtschaftsmacht am Mekong die Rede ist, grinsen Li, Lu und Lo so breit, dass sie gar nichts mehr sehen können.

Da fält mir ein lustiger Ausschnitt aus einem Programm von der sensationellen Komikerin Margaret Cho ein, in dem sie von der Besessenehti ihrer koreanischejn Landsleute erzählte, sich die Lider kürzen zu lassen und damit die Mandelform ihrer Augen zu korrigieren. “Was erhoffst Du Dir”, fragte Cho eine Freundin vor der OP. “Glaubst Du, dann siehst Du mehr?”

Das Geheimnis dieser Weltverarschung durch die drei Blüdel heißt Photoshop. Etwas Dreistigkeit ist auch dabei. Wenn Special-Effects-Magier für Leinwandschlachten mal kurz eine Million Monster digital erschaffen, sind doch wohl 1 Milliarde Menschen kein Problem, oder? Dann nur noch immer hübsch Interviews geben und Worte wie Mao (vermutlich eigentlich “Manno”, weil Lu gerade Li seinen Reispudding stibitzte), Kultullevolution und Tlanslapid (beides im Sake-Vollrausch gelallter Nonsense) und der Westen macht sich in die Feinrippwäsche. Langsam aber wird es auch den fleissigen Brüdern etwas anstrengend, zu dritt eine ganze Nation zu simulieren. Es laufen bereits Verhandlungen mit mehreren afrikanischen Nationen über die Bereitstellung (beige übergestrichener) Pseudo-Chinesen. Kost und Logis natürlich flei! Vielleicht verlegt das raffininierte Trio auch Gesamt-China ins Second Life. Da ist es eh voll genug, um den Schein wahren zu können. Und Li, Lu ud Lo können endlich wieder in Ruhe Ping Pong spielen.

Cheels!

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