stylebitch

you say i’m a bitch like it’s a bad thing …

“The bitch had it comin'”

Posted by stylebitch on October 2, 2007

Ich gebe ja ganz offen zu, gern mal nachmittags zu einem kühlen Glas Veuve, Krug oder Underberg gut abgehangene Prominente, sprich zäläbritties, und solche die sich dafür halten, mit zuckersüßer Niedertracht oral verbal in handliche Stücke zu zerteilen. Und vor einigen Wochen – ich erinnere nur an ihren moppeligen „Bringt mich ins Heim“-Auftritt bei den Video Music Awards – hatte Brittany Spears für meinen Spott noch eine Dauerkarte.

Dann aber ließ mein Interesse an Miss Britney plötzlich ebenso rasch nach, wie ihre Gewebefestigkeit im Bauch- und Kinnbereich. Daran, so habe ich heute entschieden, wird auch ihr Verlust des Sorgerechtes für die bratz Jayden James und Sean Preston nichts ändern. Auch die stylebitch hat Prinzipien. Beispielsweise dies: „Das Leben ist zu kurz für Prosecco und öffentliche Verkehrsmittel.“ Nachzutreten, wenn ein von den Eltern empor gepeitschter Ex-Teeniestar bereits ohne Unterwäsche am Boden liegt, das ist mir doch etwas zu einfach. Und beweist außerdem einmal mehr, das sich alle Welt bloß Idole kürt um sie nach einer Schonfrist mit Schmackes vom Podest zu stoßen. Bei La Spears gibt’s bloß nix mehr zu stoßen, da kann man nur noch drüberwegsteigen. Denn wer seine Kinder an die miese Kleinstadt-Prolette Kevin „I’m a big bad black gansta rapper. Realley, dude“ Federline verliert, sollte zu Queen of the Fucked Upped gekrönt werden. Und für den Accessoire-Babys einen Psychotherapie-Fonds auflegen. Sie werdens brauchen, wenn Sean und Jayden irgendwann mit den Olsen-Zwillingen zusammen Haschkekse backen und den Mond anheulen.

Britney sollte sich derweil eine weitere Auszeit gönnen und erst wieder durch die Tore von Promises or whichever rehab center she prefers trauen, wenn sie sich eine Frage ehrlich beantwortet hat: Was möchte ich wirklich machen, was bringt mir am meisten Spaß? Was erfüllt mich? Vielleicht ist ihr Traum ja gar nicht als SM-Lolita Plastikpop zu trällern, sondern so knuffig bieder, wie der von Audrey (genial verkörpert und gelispelt von Ellen Greene) aus Little Shop of Horrors:

A matchbox of our own
A fence of real chain link
A grill out on the patio
Disposal in the sink
A washer and a dryer and
an ironing machine
In a tract house that we share
Somewhere that’s green

He rakes and trims the grass
He loves to mow and weed
I cook like Betty Crocker
And I look like Donna Reed
There’s plastic on the furniture
To keep it neat and clean
In the Pine-Sol scented air,
Somewhere that’s green

Between our frozen dinner
And our bed-time: nine-fifteen
We snuggle watching Lucy
On our big, enormous
Twelve-inch screen

I’m his December Bride
He’s father, he knows best
The kids watch Howdy Doody
As the sun sets in the west
A picture out of Better Homes
and Gardens Magazine
Far from Skid Row
I dream we’ll go
somewhere that’s… green

(“Somewhere that’s green”)

 

Im Gegensatz zu ihren ehemaligen Mouseketeers-Kollegen Justin Timberlake (dem ich, falls es jemanden interessiert, jederzeit ein Kind „machen“ würde …) und Xtina Aguilera, die im Vergleich mit Slutney Spears geradezu keusche Züge annimmt, ist Brittany weder mit Herzblut (noch außergewöhnlichem Talent) Sängerin noch Tänzerin und als Schauspielerin ein Desaster. Ihr wurde alles antrainiert, sie hat bisher wie eine Roboter-Blondchen die ihr gestellten Aufgaben – schwüle Choreographien, geflüsterter Sprechgesang – mit preußischer Emsigkeit gemeistert. Irgendwie entertainen, bloß weil es vor zehn Jahren, als sie klein und niedlich und Jungfrau war, Kiddies und schwule Schiwegermütter glücklich machte, das geht nicht ewig gut. Siehe Judy Garland, Michael Jackson etcpp. Jetzt holt sie im Zeitraffer ihre Pubertät nach, inklusive Glatze, Flatrateparties deluxe und alles unten ohne (und ohne Kinder, die sie überfordern). Und vielleicht zur Beverly-Hills-Berufsberatung?

Salud, Britney, und danke für „Stronger“ und „Everytime“. Take care … and lots of Prozac!

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3 Responses to ““The bitch had it comin'””

  1. andreschneider said

    Prozac ist doch auch nicht gesund…

    …aber ich danke von ganzem Herzen für die Erwähnung von Ellen Greene. Kaum jemand, der sich noch an sie erinnert. Was für eine Stimme! Was für ein grosses Talent! Mann, hab ich die Frau geliebt, als ich 16, 17, 18, 19 war…!

  2. stylebitch said

    @ André: Das war ja erst gestern 🙂 Ich habe immer noch einen kleinen Platz für sie und ihre unnachahmliche Ssssstimme in meinem großen Herz für sie reserviert.

  3. andreschneider said

    Ich muss zugeben, dass ich seither wenig von ihr gehört bzw. gesehen habe. Sie hatte noch einmal eine Hauptrolle in einem Oliver-Stone-Film, aber das ist auch schon länger her. Eine schöne, grosse Star-Rolle im Film gab’s nicht mehr wirklich, soweit ich weiss. Ja, sie ist noch immer gut im Geschäft, aber hier bei uns kriegt man ja herzlich wenig mit.

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