stylebitch

you say i’m a bitch like it’s a bad thing …

Der Song zum Sonntag #2

Posted by stylebitch on October 21, 2007

Seit ich diesen Film genoss, bin ich ein großer Fan des Sängers/Kabarettisten/Travestiestars Justin Bond aus New York. Geneigte bitchlings unter euch konnten von meiner Verehrung in diesem Theater bereits lesen. Sein Hauptberuf ist seit Jahren der Part der Kiki im Musical-Comedy-Duo Kiki & Herb, gerade auf großer Tour durch Australien. Bond verkörpert darin den abgehalfteter Film- und Revuestar Kiki DuRane, Kenny Mellmann ihren on and off lover, Arrangeur, Komponist und masochistisch veranlagter Pianist Herb. Noch vor Emmi & Herr Willnowsky, die ich ebenfalls sehr schätze!, vereinten diese beiden bereits bitteren, mitunter zotigen, tabulosen Humor des Off-Off-Broadway mit der Glitzerwelt der 42nd Street – vor allem aber ackern sie sich auf der Bühne jeden Abend den Künstler*rsch ab. Und das mag ich sehr, diese hemmungslose take no prisoners Attitüde, alles geben, schwitzen, Singen bis die Spucke fliegt, Zugaben bis zum Morgengrauen. Und dabei auch noch hochprofessionell!

Sie lassen das Publikum an ihrer Hassliebe teilhaben, Kiki beweint die vergangenen Tage ihrer Megakarriere, die in Depression, exzessivem Suff und immer den falschen Männern endete. Von Herb kommt sie nie ganz los, hasst sich und ihn dafür, und trotzdem jagt sie der Miete wegen mit ihm zusammen dem Comeback hinterher. Musikalisch sind ihre Programme – aktuell: “Kiki & Herb: The Year of Magical Drinking”, eine Anspielung auf Joan Didions bewegenden Roman (on stage hier) – erstklassig, darüber kann kein Klamauk hinwegtäuschen. Ihre Coverversionen brechen die Originale längs und queer auf und setzen sie à la Kiki & Herb neu zusammen. Als Kostprobe habe ich mich für “Total Eclipse of the Heart” entschieden, das eigentlich nur von Bonnie herself – mittlerweile mit fatal zerkrächzter Stimme 😦 – und gecovert von Nicki French Spaß machte. Kiki packt den Steinman-Bombastrockschinken und … ach, seht selbst.

Das Video übrigens unbedingt bis zum Ende sehen, es erzählt nämlich im Zeitraffer Kikis tragisches Leben nach: zwischen Doris Day, “The Adventures of Priscilla, Queen of the Desert“, La Taylor in “Wer hat Angst vor Virginia Woolf?” und “What Ever Happened to Baby Jane?“. Funny, creepy, groovy! Cheers …

P.S. In meiner kleinen feinen Vodiothek (s. rechts) gibts u.a. Kiki & Herb’s Version von “Smells Like Teen Spirit” …

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One Response to “Der Song zum Sonntag #2”

  1. Ich sollte Estefania von Ungefähr wiederbeleben. Die alte Schlampe.

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