stylebitch

you say i’m a bitch like it’s a bad thing …

random (party) ramblings vol.2

Posted by stylebitch on November 22, 2007

RETURN OF THE M.A.C.  Grande Latte mit Halbfettmilchschaum. Zweieinhalb Stunden beim Friseur. Färben, Stern lesen, schneiden, nochmal färben, fertig. Um die Ecke ins Nivea-Haus. Augenbrauen zupfen – “Hallo, warum nehmt ihr dazu kein Heißwachs, ich bin doch hier nicht in Bulgarien, sweetie!” – Wimpern färben, fast erblindet. Weiter zu Transes Liebling, den wunderbaren Visagisten-Verkäufern und -innen von M.A.C. Die anderen Kundinnen starren mich an, als würde mir eine Kinderhand aus dem Kussmund baumeln. Get a frickin’ life, bitches. “Schätzchen, ich brauche Schminke für das man nicht geschminkt aussieht. Got that?” Sie weiß sofort was ich brauche, pinselt mir zu Testzwecken im Antlitz herum, kaschiert meine Augenringe irgendwas und gibt jede Menge Tipps. Toll. 89 Euro später spaziere ich mit kleinem Fetischtütchen aus der Boutique, dem BDM-Geschwader verschlägt es die Sprache. Ich schlendere zum ÖPNV und denke, wie froh ich während der Pickelzeit gewesen wäre, statt Bettwäsche bleichender Creme auch mal ein paar Camouflage- bzw. Concealer-Ratschläge vom Dermatologen oder sonstwem zu bekommen. Warum bloß müssen Jungs ohne Tricks und Geheimwaffen in die Brunftzeit ziehen?

HYPERHYPER 
90s Reloaded in der Grossen Freiheit 36 – eigentlich müsste ich schockiert sein, wie viel Spaß wir hatten mit Caught in the Act (sehr lustiges Video!), Dr. Alban, Britney Spears, Aqua, die “Crazy” sang und noch nicht war, den Backside Boys, East 17, den Ärzten und Fettes Brot (nennt es Lokalpatriotismus). Sehr lustige Musik, als wäre die letzte Mittelstufen-Fete gestern gewesen. Nach fünf durchgerockten Stunden war Schicht im Schacht. Während wir über die Reeperbahn schlenderten, dröhnte mir der Soundtrack meiner Teenie-Jahre noch wohlig im Gehörgang.
Dass mir der Eurodance und Teenie-Rock’n’Pop von einst so viel Spaß gemacht hat, hat aber nicht nur nostalgische Gründe. Für mich hat “Party machen” (klingt wie Liebe machen, Bubu machen, tot machen …) immer auch eine Workout-Komponente. So mit ‘nem Bier *würg* an der Theke lehnen und die chicos abchecken, während der Geifer aufs karierte Flanellhemd tropft – nicht so meins. Ich ziehe mir eher mit meiner Partnerin in crime, der formidablen I., vorher irgendwo schick ein paar Cosmos-Vodka-Bull-Coladas rein (z.B. hier), beim “Hüpfen” gibts dann nur noch Cola o.ä.
Ich mag mir Musik nicht schön trinken, das muss man schon bei Menschen zu oft. Musik muss mir nahezu 100-prozentig gefallen, mehr als drei, vier Nieten am Stück und ich werd grantig. Und hochgradig tanzbar waren die Plastikhits der 90er absolut. Feinsinnige, weltbewegende, pädagogisch wertvolle und die Großhirnrinde kitzelnde Melodeien kann man schließlich auch daheim in der Bibliothek hören. On the dancefloor muss es knallen und mir die Beine um mein Köpfchen wickeln. Im übertragenen Sinne, natürlich. “Don’t turn around …

JUGEND 2.0  “voll süüß xD das sieht voll niedlich aus…macht das voll cool 5*…kussi vivi” (Forumeintrag)

CALLING MR. VAIN  Besucherzähler abstellen ja/nein/vielleicht … Och nö, vorerst nicht.

CHEERS, THANKSALOT!  Champagnerparty im Kaufhaus. Wir trinken uns so durch: 1982er (der musste wirklich weg), 2002er Brût, Rosé und Rich Brût. Ein Mikrohäppchen. Noch mal von vorn. Meine Kollegin fleht: “Bitte passt auf, dass ich nichts Unanständiges mache.” Wir lassen bei ihr nachschenken und warten gespannt. Der Leandros ihr Ex-Noch-Freiherr latscht vorbei, zwinkert der Cateringschnecke zu. Hat Vicky ihn deshalb nach Lodz geschickt? Jan Hofer, klar, der kommt ja immer. Komisch das Jasmin Wagner nicht da ist. Star-Coiffeuse Marlies Möller hat augenscheinlich “Barbarellas” Rat befolgt, Junge-Männer-Saft zu trinken, und sieht blendend aus. “Ich, ich möchte nach Hause”, na toll, mit über 40-Jährigen kann man aber auch nirgends hingehen. Zum Abschied noch eine Flasche in der Tüte. “Die trinke ich gleich noch mit meinem Freund.” Heten!

JUGEND 2.1 ODER COURTNEY L.s NEUER “ey weissu alda, ich hab noch nie ein mädchen gekannt, die mehr bier trinkt als wie ich.” – “issjageil, mann” – “ja was meinssu, alda, warum ich mit der alten schon seit eineinhalb jahre zusammen bin …” (S-Bahn-“Gespräch”)

P.S. Habt ihr das schon gesehen? Könnt ihr auch abonieren – ohne eine hässliche DDR-Armbanduhr als Prämie zugeschickt zu bekommen. Töfte, gell?

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8 Responses to “random (party) ramblings vol.2”

  1. canela said

    I had a good laugh! Thanks Bitchhoneypie 🙂

  2. andreschneider said

    Merci tausendmal für die Tagesversüssung. Für mich ist das Caught in the Act-Video der Höhepunkt des Tages. *prust* 😀

  3. rene said

    herrrrlisch.

    gut, wenn man in der bahn die kopfhörer auf den ohren hat…

  4. stylebitch said

    @all: Ihr seid so gut zu mir 🙂

    @André: In Eloy de Jong, den mit dem süßen Silberblick, war ich ja früher ganz schön verknallt. Und dann brennt er mit Stephen Gately von Boyzone durch. Boygroup-Dramen – und ich quasi mittendrin …

    @René: Vor allem kurz vor acht und nach halb zwei geht es nicht ohne. Sonst zücke ich noch im Affekt die Walther.

  5. andreschneider said

    Ich war nie so into boygroups, aber meine Schwester fand den Eloy auch sehr toll. Die verknallte sich grundsätzlich in die Boygroup-Quotentucke: Mark von Take That, Eloy von Caught in the Act, Stephen von Boyzone…

  6. rene said

    Ja, die Hemmschwelle geht enorm runter, wenn man keinen Druckabfall befürchten muss. Kleiner Tipp: Beim Einsteigen ganz laut “Guten Tag, die Fahrscheine bitte” rufen. Dann stellen auch diese nervigen Omis ihr Gezeter über die viel zu niedrige Rente ein. Klappt aber nur 3 oder 4 mal, die härten sich ja gegen alles ab heute…

  7. stylebitch said

    @André: Mark ist (leider) nicht schwul. Hat mit Freundin Emma Ferguson Sohn Elwood Jack. No jo …

    @René: Och die Ömchen (Auf dem Wochenmarkt: “Fangfrische Ömchen …”) glotzen bloß immer mein Mikro-Wauwau an und fragen “Ist das ein Schiwahwah? Zittert der immer so? Gottwieniedlich”. Und ne Karten haben die auch immer 😦

  8. andreschneider said

    Ui, dann war Mark quasi der erste Metrosexuelle. Noch vor David B. und so. Ein Pionier.

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