stylebitch

you say i’m a bitch like it’s a bad thing …

random ramblings vol.4

Posted by stylebitch on December 4, 2007

FEINDBERÜHRUNG Da fuhren meine reizende Kollegin C. und ich heute geschäftlich zum Glühweinverkosten nach Berlin, flirteten auf dem Gendarmemarkt mit einem feschen Schweizer Raclette-Käse-Schmelzer und irrten danach viel zu früh durch die Etagen des Hauptbahnhofs, den Albert Speer nach einem screening von “Gattaca” entworfen haben muss. Der ICE war weg, also wählten wir, noch ganz volkstümlich gestimmt vom bunten Weihnachtsmarkttreiben, den nächsten EC back to Germany’s most beautiful city.

So der Plan. Doch noch während wir durch die von adipösen Rentnergrüppchen und wanzigen Spätheimkehrern verstopften Gänge staksten, funkten unsere Augen einander S.O.S. (save our soles). Überall Abteile mit Kondenswasser an den Innenscheiben. Wie Legebatterien für Evolutionsbremsen. Transportbehälter für worst ager und Hetenmännchen, die sich eifrig Mut antrinken, um später ohne zittrige Finger die Wohnungstür aufzuschließen, hinter der der Ehedrachen wartet, mit rauchenden Nüstern. Einer fiel uns bereits beim Einsteigen wie ein schmieriger Stein entgegen und krachend weiter auf die Granitimitatplatte von Gleis 7. Sehr unschön.

Wir wühlten uns weiter durch. Spontan gingen mir Szenen aus “28 Days Later” durch den Kopf, wo ein Heer von brabbelnden Wahnsinnigen vor dem Versteck der Helden umher wabert. Nirgends ein leeres, mit unseren Prada-Shoppern leicht zu verbarrikadierendes Abteil. Überall vor textiler Grundversorgung überquellende Trolleys vom 99-Cent-Laden, miefige Butterbrote, 3-Wetter-Taft, Erntestolz-Wolken, “Hast du Karlheinz gesehen, Erika”-Gegröhle … Wo ist Herr Kalaschnikow, wenn man ihn braucht?
Noch ein Blickwechsel über vor Ekel vor den Mund gehaltenen Händen und wir steuerten rücksichtslos schubsend zurück gen Automatiktür. Fanden den Türöffner nicht. Erneut Panik. Dann leuchtete der grüne Knopf auf wie ein Cher-Titel aus der Disco-Suppe – das Gefängnistor öffnete sich, wir sprangen auf den Bahnsteig. Eine Sekunde später rollte der Zug los und eine Schaffnerin, hörbar gelernte Ostbürgerin, brüllte uns nach: “HALLOOOOOO, isch gölauöbs jöa nisch …” Ich finde dafür, dass man jahrelang päckchenweise Jacobs’ Krönung rüber geschickt hat, könnte man etwas mehr Freundlichkeit erwarten.

Später, beim Blättern im Playboy im ICE Wolfsschanze, umspielt ein Lächeln unsere Dior-Addict-Lippen. Von dieser Flucht vor der Mittelmäßigkeit werden wir noch den Enkeln unserer Angestellten erzählen. Viva la revolución!

BERBER-BACKFEED Irgendjemand eine Ahnung, warum dieser meiner sagenumwobenen Beiträge seit drei Tagen heftigst geklickt wird? Kann man da Lottozahlen herauslesen, wenn man den Bildschirm um 59 Grad neigt und gleichzeitig durch das linke Nasenloch schielt?

0-1-0-l-0-v-e Was ihr schon immer über das Liebesleben paarungsbereiter IT-Fachleute wissen wolltet, haben Datarock im Song “Computer Camp Love” gespeichert.

ZUG-LEKTÜRE
– “Mein erster Gedanke war: Mein Gott, diese lesbische Frontsängerin ist hübsch! Wie kriegt die nur ihre Haare so hin?” (BBC-Musikexperte Hazel Robinson über Tokio-Hotel-Frontbengel Bill Kaulitz; Quelle: Front)
Jeff Koons zum Verschenken – in XXL
– “Die Tochter von Bruce Willis sagt, Berühmtsein sei ein 24-Stunden-Job. Dann arbeitet sie ja höchstens zwei Stunden am Tag.” (Quelle: www.bestweekever.tv)

HALLELUJAH! Endlich sind die Mormonen, die immer so fesche Collegeboys namens Elder Smith usw. durch Europas Fußgängerzonen schicken, in ihrem Bibelstudium wieder bei Adam und Eva angekommen. Geschäftstüchtig wie Amerikaner nun mal sind, haben sie auch gleich eine Merchandising-Idee ausgetüftelt, zumindest für Adams Seite der Geschichte: Mormons Exposed 2008. Da konnte der Vatikan natürlich nicht lange Fackeln und hat seine adrettesten Priester ins Rennen um die Gunst des Monats-Pin-ups geschick. Hochgeschlossen, versteht sich. Schaut mal hier

ONE HAND STAND Für Männer mit durchtrainierten (rechten) Armen und kraftvollen Lippen. Klick 1 & Klick 2. Nennt mich ab jetzt Frau Dr. Erika Berger-Sommer.

Good night and good s f luck!

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11 Responses to “random ramblings vol.4”

  1. andreschneider said

    Ich find das “1€ Spende = 1x Nageln”-Foto den absoluten Bringer. 😀

  2. chuckles said

    Das eröffnet ganz neue Perspektiven, Monsignores. Das Auge isst schließlich mit, endlich mal keine eingetrockneten kinderfressenden Kröten – Catholicism WOW! a little bit of matthew in your life, a little bit sebastian in my mouth…a little bit of work out in the chapel, a little bit confession in the closet…ich hab´ auch genügend Nägel für jeden Monat vorrätig.

  3. stylebitch said

    @André: Ich habe mich gefragt, ob das eine neue Initiative gegen die Arbeitlosigkeit ist. Sinnlos Nägel in Bohlenbretter zimmern.

    @Mr. Chuckles: Da muss sich Lou Bega ja ganz warm anziehen 😉 Ich finde ehrlich gesagt, die monsignores sehen aus, wie rumänische Pornodarsteller. But that’s just me …

  4. andreschneider said

    Der CDU wär’s zuzutrauen…

  5. stylebitch said

    Leider nicht nur der *sniff*

  6. andreschneider said

    Stimmt, wir sind ja quasi umzingelt.

  7. stylebitch said

    Jepp, es wird Zeit, dass ich meinen lipogesuckten bubble butt erhebe und mich zur Königin von West Germany ausrufen lasse. Who’s with me?

  8. andreschneider said

    *handheb*

  9. stylebitch said

    Na, da will sich wohl jemand als Prinzgemahl empfehlen. Aber Vorsicht: die werden schnell depressiv (der Beatrix ihr Claus, RIP) oder witzig (Prinz Philip von England).

  10. andreschneider said

    Nö, das nun nicht. I don’t believe in relationships and don’t do them anymore.

  11. stylebitch said

    Sie wollen mir doch keinen plump chiffrierten Anmachversuch unterstellen, oder? Eine Liaison mit einem Bürgerlichen könnte mich den Thron kosten, dearest André.

    Ich bin mir noch nicht sicher, ob meine Zukunft in Zweckbündnissen, unterbrochen von heftigen amourösen Affären oder doch in einer in epischem Cinemascope-Format ausgelebten grande amore liegt. Only time can tell …

    Aber jetzt muss ich weiter an meiner Krönungsrede feilen: “Hello Possums, …”

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