stylebitch

you say i’m a bitch like it’s a bad thing …

Archive for the ‘SPAM TALES’ Category

SPAM TALES #2: “Wir wollen nur helfen”

Posted by stylebitch on January 25, 2008

Da meine rubensä*schige “Maid in Manhattan” ist, habe ich für eine lange Vorrede diesmal leider gar keine Zeit. Muss mir noch fünf Wattebäusche in Orangensaft einweichen. Dinner’s ready
Habe gerade einmal wieder meinen Spam-Ordner sortiert und einige höchst seltsame Botschaften zusammengeklaubt, die ich gern mit euch teile. Und los geht’s, dearest bitchlings:

S LIKE SECRET? Matthias S. schreibt mir im Betreff ganz zuversichtlich: “Du wirst mir morgen helfen” In der Mail ein dubioser Link und diese erbrochenen Zeilen:

Es ist viel Pr rj og gq ram qb m Deu npx ts oby ch fur P das C und Ma ip cin ed to yyt sh. Die kriegst Du dazu di vr re ijo kt von der Seite und um 10 M hf al bi sq lli aa ger, als bei anderen. Du kriegst co ix ol S [Sex? shit? Sesamkörner?]

DAS ANGEBOT DES KARL K. Ich poste das mal einfach im Original …

Betr.: Ich biete Ihnen eine vorteilhafte Position in meiner Company an.

“Hallo!
laut unserer Umfrage sind 90% Menschen in Ihrem Alter mit ihrem Monatseinkommen unzufrieden und wurden es gern erhöhen. Deswegen mochten wir Ihnen eine Teilzeitbeschäftigung anbieten. Um von 261 bis 782 Euro pro Woche zu verdienen, mussten Sie wöchentlich von 4 bis 5 Stunden arbeiten.
Sie brauchen ein Telefon Mobiltelefon, einen Computer und E-Mail. Wenn Sie diese Zeilen lesen können, verfugen Sie über alles, um mit Ihrem Job zu beginnen. Die Suche nach neuen Mitarbeitern dauert bis Ende des Monats,; bis jetzt haben wir 37 freie Stellen in sollen von unseren Kunden bearbeiten.
Das ist die leichte Arbeit, was aber Qualität voraussetzt.

Sie werden von uns eingeschult und bekommen alles, was für diese Arbeit erforderlich ist.
Von Ihnen wird kein Startkapital gebraucht.
Wer sind wir? Wir sind ein riesiger weltinternationaler Autoverkäufer. Falls Sie sich entscheiden sollen, für uns zu arbeiten, stellen Ihnen unsere Gesellschaft zur Verfügung 5% Rabatt beim Kauf eines Autos von uns als zusätzlichen Bonus und helfen Ihnen bei Bedarf, einen Kredit dafür zu kriegen.
Wir würden uns freuen, Sie mit der zusätzlichen Information zu unterstützen. Wir benutzen keine automatisierten Antwortprogramme, jede E-Mail wird von uns gelesen und persönlich beantwortet.
Um unsere E-Mail zu beschleunigen, schicken Sie bitte an meine E-Mail [blabla@blublu.blob] einen Brief.
Tragen Sie bitte folgende Daten ein:
1. Ihren Namen
2. Ihr Alter
3. Ihr Land
Im Voraus möchte ich Ihnen sagen, dass unsere Antwort Sie erst in 1-4 Arbeitstagen erreichen kann, weil unsere Mailserver überlastet sind. Sie können aber sicher sein,, dass Ihre Sendung gelesen und beantwortet werden wird.

In Erwartung Ihrer Antwort,
Karl K.”

LYRIK Friederika P. schreibt: “Sage, wie sie rufen.” Irgendwelche Poesie-Leistungskursler online, die mir das mal erklären können?

LYRIK Zwei Tage später trieb der gleiche Satz auch Etelka P. um. (Wer denkt sich bitte diese Namen aus?)

POST AUS VANNULAND So lautete zumindest der merkwürdige Link am Schluss der Miteilung von Neivin S. Der Betreff: “Sie hat mir ubereingestimmt zu helfen“, titelte er. Und radebrach weiter:

“Hallo!
Fand vor kurzum eine interessante Seite mit verschiedenen Pro gi gra mbr mm dpi en.
Ihre Preise sind um 5-10 Mal niedriger als uberall.
Es ist viel Pr wsc og zn ram pf m Deutsch.
Also gibt es so viel Pro iw gra uov mme fur Ma kdx cin un to na sh und P sl C.
Dazu ist alles grade davon zu laden, man braucht nicht
CD per Post zu bestellen und lange zu warten.
Ich habe schon ein paar Pr ss ogr jl am qsx me gekriegt und 450 Euro gespart.”

Mir wurde fast ein wenig warm ums Bitch-Herz, weil ich wusste, hier hat ein Sonderschüler Hautpschüler mit oder ohne Migrationshintergrund Mensch seine kreative Berufung gefunden. Ach ja …

YEAH! Aus ganz privaten Gründen gefiel mir, was Cliff W. schrieb: “Du wirst zu mir morgen kommen

Einstweilen ein spamfreies Existenzlein für alle. Und denkt dran: Es gibt auch menschlichen Spam, der gegen diekörpereigene Firewall resistent ist. Ich bin in solchen Fällen ja für Absinthspray und Bewerfen mit scharfkantigen Swarovski-Kristallen.

Take care!

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random ramblings vol.10: “I [heart] Hamburg!”-Sonderheft

Posted by stylebitch on January 18, 2008

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Als ich mit I. am letzten Sonntag so um die Alster schlenderte, verliebte ich mich zum keine Ahnung wie vielten Mal in meine Heimatstadt am Wasser. Dabei bin ich eher nicht lokal- und auch sonst patriotisch, dachte schon oft, ich könnte prinzipiell überall leben. Von Extremen wie Lappland im Winter, Kassel und Kolumbien einmal abgesehen.

Wasser müsste es allerdings schon geben, nicht nur fließend warm und kalt, sondern auch in und/oder um die Stadt. New York, London, Zürich, Berlin, Barcelona – alles wunderbar. Wenn es beruflich oder privat allerdings nicht unbedingt sein muss, bleibe ich auch gern hier. Hamburg verwöhnt seine Einwohner nämlich mit Weltstadtflair zum Alles-zu-Fuß-Erreichen. Und so angenehm unaufgeregt. Es ist groß genug, um sich nicht zu langweilen oder gar provinziell vorzukommen, gleichzeitig überschaubar und mit dem recht engen Verkehrsnetz wunderbar zu erfahren. Ein Auto brauch man eigentlich nicht. Es sei denn man kauft, wie ich, nicht gern im strömenden Regen ein.

Solch spießig heimattümelnde Gedanken hatte ich, während wir den leckeren Jungjoggern aus gutem Hause beim Traben zusahen und wohl alle Hunderassen des Planeten beim Sich-irgendwelche-Drüsen-Beschnuppern beobachten konnten. Nicht auszudenken, wären die Szenarien andersrum abgelaufen … Und jetzt, liebe Tourismusbehörde und liebes Stadtmarketing der Freien und Hansestadt, macht mich zu eurem Botschafter, bezahlt mich fürs Schwärmen, fürs Herumreisen und Anpreisen von “nordisch by nature“, kürt mich zur Elblorelei und schenkt mir einen handlichen Sportwagen. Die Krone interessiert mich nicht so sehr, da denke ich immer an Jenny Elvers-Dingenshagen. Und das macht schlechte Laune.

Und nun die weiteren Meldungen in der Zusammenfassung:

BITTE? – I Neulich beim Allgemeinmediziner. Er soll eigentlich nur meine Lunge abhorchen. Als ich mein Shirt lüfte, und nachdem er mir das wie immer kalte Stetoskop zwischen die Nippel gedrückt hat, sagt er völlig unvermittelt: “Sie sind ja gottseidank noch schön schlank.” Qua?

BITTE? – II Neulich beim (besten) Kosmetiker (Hamburgs). Ich frage, ob ich mich erst einmal auf den Rücken legen soll, unsicher, mit welcher Etappe der Verschönerung er wohl anfangen wird. Er: “Wieso, was machen wir denn noch?”

BITTE? – III Heute beim (besten) Kosmetiker (Hamburgs): Er schaut auf meinen unteren Rücken. Grinst. Sagt: “Na da hat wohl jemand die Beine hoch gehabt.” Es ist halb zehn, ich bin perplex, bestürzt, peinlich berührt, intrigued. “Du hast da so eine leicht rötliche Kerbe. Das typische Zeichen, wenn Mann gerade ge…. wurde.” Schön wär’s denke ich. Laut sage ich: “Hab mich vielleicht in der U-Bahn ungünstig angelehnt …” Er lacht. Ich auch.

BITTE? – IV Später. “In zwei Jahren wirst Du morgens mit dick geschwollenen Augen aufwachen. Das ging bei mir auch mit 32 los.” Ich bedanke mich für die freundliche Vorwarnung und denke: “Check please!”

HASTE MAL NE …? Kmaro singt “Une femme like you” aus dem netten Album “La Good Life”. Mein Vogue-Sternzeichen sieht ein mich forderndes, dafür aber reich belohnendes Jahr 2008 vor mir. Pluto und Neptun im xten Haus, die volle kosmische Dröhnung. Gibt’s denn nix mehr einfach so? Als Belohnung dafür, dass man sich überhaupt noch jeden Tag aus den Kissen wühlt, sich wäscht und draußen nicht in Ballonseide herumläuft? Diese hysterische Leistungsgesellschaft ist manchmal sowas von unerotisch. Bäh!

SPAM-A-LOT
“Betreff: Proffesionale [sic] Mittel gegen Impotenz.
Nachricht: Warum nehme ich Ciiaaaaaalis? Es ist einfach ein angenehmes Gefühl. ER wird dabei GRÖSSER UND DICKER als in meiner Jugend. Verpassen Sie nichts im Leben. Vier Pillen umsonst.”
Ich bestelle lieber ein Buch. Hat man ja auch länger was von. Quasi. Und ist auch mit weniger Schreibfehler drin.

ATTENTION, BITCHLINGS! Wegen einer kleinen Exkursion könnte es in den nächsten Tagen zu Verzögerungen bei der Generierung neuen, frischen, scharfen contents kommen. Wir danken für ihr Verständnis. (Welches Verständnis?)

Kippen, nicht nippen – The Bitch

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SPAM TALES #1: Abeje aus Baumholder nagelt für mich [Sexually Explicit Content!]

Posted by stylebitch on January 5, 2008

Ich hatte das schon lange vor, endlich nicht mehr stumpf delete drücken, sondern Spam ernst zu nehmen, aufmerksam zu studieren, auf Nachrichtenwert abzuklopfen. Hier die erste, etwas dörfliche Mitteilung, die mich heute ereilte:

“Sexy f*ckgeile Girlies gnadenlos unterdrueckt und gef*ckt…
So etwas hast Du noch nicht mitgekriegt! Was der Hengzt mit der
geilen Abeje aus Baumholder treibt ist extrem versaut!!

Abeje stoehnt vor Begierde und nagelt fuer Dich! Unsere
gailen Girlz werden gedemuetigt und unterdrueckt
und einfach mal feste in das Maul genagelt.”

Als engagierter Investigativjournalist (oder wie das heißt wenn man wenigstens mal bei Wiki reinschaut) machte ich mich gleich an die Rechere.

1. Baumholder liegt im Kreis Birkenfeld zwischen Pfälzer Wald und Hunsrück im Bundesland Rheinland-Pfalz.
Die Stadt ist über die Autobahn A62, Abfahrt 5 (Freisen) zu erreichen sowie über Bundesstraßen. Sie ist 851 Jahre alt und dient seit 1951 amerikanischen Truppen als Garnisonsstandort. Und der Bürgermeister meint: “Baumholder bietet seinen Bewohnern ein attraktives Umfeld zum Wohnen, Arbeiten und Leben. Für Besucher gibt es manch Interessantes zu entdecken und die landschaftlich sehr schöne Umgebung zu erkunden.” Also vergesst Kampen und nix wie hin, bitchlings!

2. Abeje ist in der Tat ein weiblicher Vorname, der aus Yoruba in Nigeria stammt. Die Ausprache betont die letzte Silbe, also [ah-beh-JEH].

Warum die Gute allerdings handwerklich so begabt ist, woher sie weiß, dass ich dringend renovieren müsste und wer der Hengzt ist (klingt ungarisch), war nicht herauszufinden. Außerdem scheint das Kurzmärchen wohl in Indien aus dem Bulgarischen zuerst auf Latein und schließlich ins Deutsche übertragen worden zu sein. Merke: Globalisierung produziert Rechtschreibfehler. Ich lasse ja Fünfjährige in Mexiko für mich tippen. Die haben einfach flinkere Finger …

Seid gespannt auf die nächste nervenzerfetzende Folge der SPAM TALES.

Eure Stilzicke

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