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you say i’m a bitch like it’s a bad thing …

Archive for the ‘The Bitch on Broadway’ Category

Sunday Song #36: My Turn To Be “Brave”

Posted by stylebitch on December 14, 2008

Brave (sung by the incredibly talented Idina “Wicked” Menzel)

Don’t know just where I’m going
And tomorrow, it’s a little overwhelming
And the air is cold
And I’m not the same anymore
I’ve been running in your direction
For to long now
I’ve lost my own reflection
And I can’t look down
If you’re not there to catch me when I fall.

If this is the moment I stand here on my own
If this is my rite of passage that somehow leads me home
I might be afraid
But it’s my turn to be brave
If this is the last chance before we say goodbye
At least it’s the first day of the rest of my life
I can’t be afraid
Cause it’s my turn to be brave

All along all I ever wanted, was to be the light
When your life was daunting
But I can’t see mine
When I feel as though you’re pushing me away
Well who’s to blame, are we making the right choices
Cause we can’t be sure if we’re hearing our own voices
As we close the door even though we are so desperate to stay

If this is the moment I stand here on my own
If this is my rite of passage that somehow leads me home
I might be afraid
But it’s my turn to be brave
If this is the last chance before we say goodbye
At least it’s the first day of the rest of my life
I can’t be afraid
Cause it’s my turn to be brave

And I might still cry
And I might still bleed
These thorns in my side
This heart on my sleeve
And lightening may strike
This ground at my feet
And I might still crash
But I still believe

This is the moment I stand here all alone
With everything I have inside, everything I own
I might be afraid
But it’s my turn to be brave
If this is the last time before we say goodbye
At least it’s the first day of the rest of my life
I can’t be afraid
Cause it’s my turn to be brave

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Der Song zum Sonntag #11: Special Bare Edition

Posted by stylebitch on December 21, 2007

Der Sonntag fällt, ihr habt es gemerkt, diese Woche auf einen Freitag. Muss ein Schaltjahr sein, but be flexible, kidz. Und weil eure sonst so quirlige queen of all media aka La Grande Bitchesse de Pompadour alias Montezumas Rache-Göttin momentan gar nicht gut drauf, nicht einmal sonderlich bitchy (!) gestimmt ist, gibt es eine Ode auf das bittersüßeste, beste Musical zum Themenbereich Jugend/Kirche/Homosexualität/Schwangerschaft/Liebe on this frickin’ planet:

Vergesst das total überhypte “Spring Awakening” oder die netten, aber belanglosen “Altar Boyz“, denn Bare macht dort weiter, wo “Rent” aufgehört hat. Für meinen Geschmack sogar noch ein Quentchen berührender, musicalisch eingängiger. Ehe ich mich an meinen, pardon, auf meinen Privatsekretär setzte, um diese Zeilen zu diktieren, fuhr ich, die Außenwelt nur schemenhaft durch Tränenschleier erfassend, kreuz und queer durch Hamburg und schluchzte hemmungslos mit. Hat sicherlich auch mit meiner heutigen Gemütsverfassung zu tun, und die wiederum damit, dass ich gestern die 18-jährige Wiedergeburt der Schneekönigin gedatet habe. Mir ist jetzt noch ganz fröstelig und in mein armes bitch-Herz bohren sich winzige spitze Eiszapfen. Gayromeo muss die achte biblische Plage sein.

Doch back to Bare.

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Die Story: In einem katholischen Internat kochen trotz Kreuz und pappiger Oblaten die Hormone hoch. Besonders bei Jason, dem vielbewunderten Sportass, und Peter, einem stillen Grübler. Der ringt damit, sich endlich wenigstens seiner Mutter gegenüber zu outen, während Jason sich zur Tarnung mit Ivy einlässt. Und sie schwängert. Seine Schwester Nadia weiß um das streng gehütete Geheimnis ihres Bruders, hat aber mehr mit sich und ihrer Leibesfülle zu kämpfen, die sie aus der in-crowd ausschließt. Was sich wie eine x-beliebige Prekariatsstory anhört, Konstellationen, wie sie Britt uns am Nachmittag durch die Manege führt, wird im Angesicht Gottes und der strikten Doktrin der Kirche für die Jugendlichen zur seelischen Zerreißprobe. Als Jasons “Schrank” von einem Mitschüler geöffnet wird, Peter sich von ihm trennt und Ivy ihm ihre Schwangerschaft gesteht, können weder Beichte noch Rosenkränze die Tragödie aufhalten: Jason nimmt eine Überdosis Partypillen und stirbt während einer Schulaufführung von “Romeo und Julia”. Auf der Bühne.

Die Songs, die Damon Intrabartolo (ein wet dream von einem Namen, gell?) für diesen bisher nur in Los Angeles und kurz in New York aufgeführten Musical-Juwels, bewegen sich mühelos zwischen dramatischer Ballade, wildem Poprock à la Avril Lavigne und Gospel-Soul, wie ihn Aretha gern röhrt. Jon Hartmere Jr.s authentische Texte stärken dabei die Durchschlagkraft der Titel und treiben die Handlung ihrem fatalen Ende zu.
Eine Passage, die mich immer zu Tränen rührt (und davon gibt es noch etliche mehr), ist die Gottesdienst-Szene nach Jasons Freitod, in der Peter den klerikale Floskeln absondernden Schulpriester mit seiner (so wahren!) Version von “Gott ist Liebe” konfrontiert:

Priester: People come to the church at times like these for answers, but I have none. Most words seem to fall empty, but I’ll try. It’s a horrible thing that no one should have to go through, losing … a friend at such a young age. You know, or you should know, that he’s in a better place. We’ll always ask ourselves if there was something more that could have been done. That’s natural.

Peter: Do you ask yourself that, Father?

Priester: Me?

Peter [gesungen]:
He went to you for guidance
You hid behind a screen
Knowing how much
Empathy might mean
Did you know
How much he loved?
Did you know
How much he cared?
Lost in the teachings was
A boy so all alone and scared.
[the bitch holt sich für die nächsten Zeilen ein Kleenex]
Father we were so in love
And that’s what I find so odd
Our love was pure and
Nothing else brought me
So close to God

Priester: I’m sorry, Peter.

Peter: And I forgive you, Father.

Auch ohne Video (Proben aller Titel: hier) für mich ganz wunderbar schlichte, Zeilen – und eigentlich Blasphemie, ein Gläubiger, der seinem Priester vergibt … – denen es nichts hinzuzufügen gibt.
Um euch, dearest bitchlings, aber dennoch einige Eindrücke und Hörproben der Show zu geben, habe ich ein paar der markantesten Tracks zusammengestellt. Die Videoqualität ist nicht so berauschend, dafür gibt es bei den meisten Filmchen Karaoke-Texte gratis.

Besonders stark, und das ist neben dem erwähnten Zwiegespräch “Absolution” dann mein Sonntagssong am Freitag, ist der Titel “Warning“, in dem Peters Mutter (gespielt von der wunderbaren Kaitlin Hopkins, die ich in NYC “Bat Boy” erleben durfte) versucht, mit dem Schwulsein ihres geliebten Sohnes klarzukommen.

Der Prolog dazu ist das Telefonat mit einem verzweifelten Peter, “See me“.

Auch irre touching sind die Nummern “The Role of a Lifetime” (Peter über die Fassade, die Jason sich aufgebaut hat – auf Kosten ihrer Liebe) und “Are you there“, in der der bei Ivy abgeblitzte Matt und Peter einander ihr Beziehungsleid klagen und Messwein verkosten. Als Bonustrack dann die Disco-Nummer “911 Emergency“. Seht selbst!

Mich hat Bare, das unbedingt ganz, ganz oft in ganz, ganz vielen Städten aufgeführt werden muss!, besonders heute sehr nachdenklich gemacht. Während ihr euch jetzt vielleicht so tief wie ihr wollt von den Hörproben berühren lasst, grüble ich noch ein wenig über die Liebe, Gayromeo (Shakespeare würde sich im Grab umdrehen..) und warum ich nie zuvor so wenig in “Weihnachtsstimmung” war.

Skull!

P.S. Solltet ihr Geldgeschenke bekommen oder bereits vermögend sein, gönnt euch was, und legt euch das Bare-Set bestehend aus eine Doppel-CD mit allen Musiktiteln sowie einer sehr aufschlussreichen “Making of Bare“-Doku-DVD. Zu bestellen: hier. Meine Scheiben laufen auf Dauer-Rotation. Enjoy!

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Wir sind Udo!

Posted by stylebitch on December 3, 2007

… könnte man formulieren, wenn man die schriftlichen Beifallsstürme der Hamburger und nationalen Presse auf das frisch vom Stapel gelaufene Schunkelmusical “Ich war noch niemals in New York” liest. Selbst Kollege Winkler von der Süddeutschen, eher von der Gattung süffisanter Nörgler zugehörig, konnte kaum an sich halten (allerding eine echte Leseempfehlung!). Mir selbst macht das “Traumschiff-trifft-Schlagerhitparade”-Konzept eher nicht so an, und die Ausschnitte, die es Samstagabend im TV gab – nö jo …

Gegen das Jürgens’sche Liedgut habe ich dagegen eher wenig auszusetzen, gehört sein Oeuvre doch definitiv in die Premiumecke des Genres. Einige Anspieltipps:

– “Ein ehrenwertes Haus”, eine Apo-Hymne ohne Wasserwerfereinsatz.
– “Merci Chérie” – eine mit sonorem Timbre vorgetragene unsittliche Berührung am Musiklauschplatz.
– “Aber bitte mit Sahne”, die ätzende Kritik an der Überfettung der Wohlstandsgesellschaft.
– “Mit 66 Jahren”: Jürgens sah die Überalterung und das neue Selbstbewusstsein der best ager prophetisch voraus, bereits 1978!
– “Gaby wartet im Park”, die Geschichte meines Lebens …
– “Café Größenwahn”, eine vorweg genommene, engagierte Replik auf die Politik der Regierung Bush.
– Und ein Titel, dessen Refrainzeile man sich ebenso zwischen die getunten Brüste schreiben sollte, wie “Carpe diem” (oder wie das Kombucha-Gesöff heißt): “Heute beginnt der Rest Deines Lebens”.

Nein, von all den Knallchargen, schrägen Vögeln, Ex-Drückern und Torfnasen mit Minipli, die zu tumben Texten Melodien rülpsen, die zu sofortigem Trommelfellkarzinom führen, ist der Udo ein Guter. Und immer noch recht ansehnlich im Bademantel.
Ein wenig infiziert vom neuerlichen Udo-Taumel wollte ich schon fast Karten buchen, da flatterte mir diese Ankündigung mit Regenbogen auf den Sekretär: “Die ARCHE feiert … ihr 60 jähriges Gemeindejubiläum mit einem Musical des ARCHE-Chores ‘Mit Volldampf um die Welt’. Eine musikalische Reise auf den Spuren ausgewählter Missionare.” Klingt total töffte, finde ich. Ich werde mich mal erkudnigen, ob es auch nach Griechenland geht. “Griechischer Weeeeeiiiinn … lalalalalala”

P.S. War leider der falsche Regenbogen und Wein gibt’s nur MIT Oblate. Mit (Frei-)Kirchen hab ich’s wohl nicht so. Bin eh meine eigene Glaubengemeinschaft.

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back to nitty gritty city #1

Posted by stylebitch on November 7, 2007

Eigentlich hatte ich mir meinen Jahresurlaub – immerhin 14 Tage, whopeee – ja wie in der Raffaelo-Werbung vorgestellt, glamourös & kontrastreich: gleißend weiße Sonnenstrahlen auf perlweißem Sand, kalkige Albinopalmen, leuchtend rote Strawberry Daiquiris, gebracht von pechschwarzen sehr dunkel pigmentierten Beach Boys beach boys, während ich von Maos kleinem roten Büchlein auf und ins Türkisblau der Lagune blicke … Doch dann brachte mir mein Privatsekretär ein überaus verlockendes Flugangebot in den grünen Salon und ich änderte ließ meine Pläne ändern. Manhattan statt Malediven, durch Häuserschluchten fegender Wind statt softe Ozeanbrise in der Mittagssonne.

Als Quasi-New-Yorker – habe da schließlich mal sieben Monate gelebt, länger als die meisten cab driver … – machte ich mich sofort an die Planung: Flug, Shuttle, Unterkunft und Entertainment buchen. Da mein letzter Aufenthalt im Mai meinem Hotelfavoriten, dem pod Hotel, offensichtlich einen VIP-Boost verschafft hat, haben die doch gleich mal die Preise erhöht. Habe dann noch emsig weitergesucht, doch auch alle gay bed & breakfasts waren schon dicht. Also stöberte ich bei craigslist.com und wurde mir mit einer netten Inderin handelseinig, die ihr äußerst schickes one bedroom apartment in meinem geliebten East Village vermietet (Fotos hier).

Rasch noch hier reserviert und mein Theaterprogramm zusammengestellt, denn ohne Musical-Overkill verlasse ich NYC nie:

Die Mommie Die (my review; Website)
Mel Brooks’ Young Frankenstein (my review; Website)
Wintuk vom Cirque Du Soleil (my review; Website)
Disney’s The Little Mermaid (my review; Website)
Walmartopia (my review; Website; backlink)
Wie mir die Werke gemundet, geohrt und geaugt haben, lest ihr ganz, ganz bald.

Natürlich hatte ich schon beim Hinflug Übergepäck. Is klar. Früher durfte man noch zweimal 32 Kilo mitnehmen, heute bloß noch je 23 Kilo. Mein fescher Rimowa brachte zwar nur 25 auf die Waage, doch trotz „Insgesamt dürfen es doch 46 Kilo sein. Könnten wir da nicht eine Außnahme …“ ging gar nichts. 19 Euro später durfte ich einchecken. Lustig bei Emirates ist, dass alle weiblichen Angestellten Fez-artige Pillboxhütchen mit seitlichem Schleier tragen müssen. Bei südländisch bis orientalischen Frauen sieht das ja noch elegant und exotisch aus, nach Sheherazades Halbtagsjob. Doch wenn ein Counter-Mäuschen Lisa Englund heißt und auch so aussieht – Sommersprossen auf bleichem Teint, rote Locken, große ebenmäßige Zähne, sehr breites Lachen – dann denkt man an „Pippi in Dubai“.

Angry aboard. Für eine so mit Preisen überhäufte Airline sind die Sitze in der Eco erschreckend eng. Und bei Sitzreihen ist eng so gar nicht geil, let me tell you. Mein Tischlein kann ich nur ausklappen, wenn mein Vordermann seinen Sitz vollständig in der Senkrechten behält, also nie. Ansonsten wird er zur Guillotine und ich zur Jungfrau in zwei Teilen. Da hat man bei der Lusthansa ja mehr Platz. Dafür ist das Kabinen- und Polsterdekor recht hübsch. Beige mit geometrischen Pastellzeichnungen. Das Licht kann von OP-Grell auf Lagerfeuer-Orange wechseln – nett. Und das Unterhaltungsprogramm ist vorbildlich. 600 oder so Kanäle mit (SEHR VIELEN) Filmen, (wenigen) Serien , Spielen (Schrott!) und Musik: Natasha Bedingfield: „I wanna have your babies“ – haben Hetero-Frauen denn gar keinen Stolz mehr? Ich entscheide mich für „Blades of Glory“ (wüste Eislauf-Comedy im Stil von „Zoolander“ und „Dodgeball“ – me liked very much), „Premonition“ (Sandra Bullock müht sich sichtlich durch eine etwas blutleere Vorahnungs-Story) , „Breach“ (ein feines Spionage-Psychodrama, in dem sich Rrrrrryan Phillippe und Chris Cooper gegenüber stehen) und „The Simpsons Movie“ (für den Film zu einer Kultserie erstaunlich gelungen. D’oh!).Mein special seafood meal ist der gleiche Fischgang, wie ihn die Normalos (später, hihi) bekommen. Bloß ohne Geschmack, Soße und Schokoladen-Dessert. Dafür angegorene Früchte. Danke. Die zweite Mahlzeit besteht aus einer Birne und einer Banane. Auch die Scheichs sind offenbar gerade klamm.

Am JFK geraten meine laufgierigen Mit-Passagiere und moi in die rush hour in der Abteilung „Fingerabdrücke und Schnappschüsse plus Fangfragen“. Geschlagene 60 Minuten schiebe ich meine Joop-Tasche vor mir her, dann darf ich in den längst vom Band geworfenen Koffern nach meinem suchen. Der schönste ist gottseidank leicht zu finden.

Super Shuttle enttäuscht mich auch diesmal nicht, für 24 Dollar inkl. Trinkgeld bringt mich der blaue Van bis zur Haustür. Blöd nur, das meine Station die letzte war, fast 90 Minuten durch Schlaglöcher zu heizen ist nach airline food keine good idea.

Rasch die enge Treppe mit den schmalen Stufen erklommen und rein in mein home away from home. Alles so wie auf den Bildern, ich bin begeistert. Gleich um die Ecke liegen Studi-Viertel, St. Mark’s Place mit schrägen Underground-Läden von Alt-Hippies und Tattoo-Freaks und Alphabet City. Gar nicht so gefährlich wie immer behauptet wird.

!!!ATTENTION READERS!!!ATTENTION READERS!!!ATTENTION READERS!!!ATTENTION READERS!!!

Falls Interesse besteht – also fleißig per Kommentar „Hier!“ rufen – werde ich eine Extra-Seite mit NYC-Tipps anlegen, die von allen Lesern dieses Blogs mitgestaltet und erweitert werden kann. Gesucht sind allerdings Tipps, die nicht im Reiseführer stehen. Gay, straight, cheap, expensive – alles, nur nicht gewöhnlich! Ich mache mich asap ans Werk, ihr macht artig Mund-zu-Mundpropaganda (mit Zunge!) – dann wird das ganz großes Kino. Endgeil serviceorientiert usw.

skull, the bitch herself

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